Fuck you, Sony
Da stolperte ich doch neulich über ein interessantes Video auf YouTube, ein Bastler hat Hochspannungsblitze so gesteuert, damit sie die Luft speziell bewegen können, unter anderem auch so dass sie wie Lautsprecher funktionieren:
Direktlink zum Video auf Youtube
Toll, schöne Idee, da schaut man noch ein bisschen weiter, der selbe Bastler hat seine Erfindung sogar noch verbessert, davon auch Videos hochgestellt..
Doch was muss man sehen?
Genau, den hier:

Sag mal Sony, gehts noch? Wie tief kann man bitte sinken, meinst du wirklich das es cool ist, Videos mit deinem Inhalt automatisiert von YouTube verbannen zu lassen? Ehrlich? Du bist bescheuert, geh weg, bitte mach dich selbst ‘no longer available in your country’…
StreetView
Hatte neulich folgende Unterhaltung:
Was hälst du eigentlich von StreetView?
- Find ich toll.
Ich dachte du wärst Datenschützer!?!?
- *facepalm*
MassiveBilderDownloading
Note to self:
Ich hab manchmal mal das Problem, dass ich mir nummerierte Bilder runterladen möchte, die nach aufsteigenden Nummern sortiert sind. Schlimm wird es, wenn dazwischen Nummern ausgelassen wurden, und der Server dann eine 404 Meldung ausliefert.
Damit ich nicht immer wieder die man-pages durchlesen muss, wie Schleifen und so funktionieren, hier mal ein Shell-Script:
#!/bin/bash
curl -O http://www.example.com/bild_[00-99].jpg
mkdir nein
mkdir ja
for bild in `ls *.jpg`
do
if [ "`head -n 1 $bild`" = "<!DOCTYPE HTML PUBLIC \"-//IETF//DTD HTML 2.0//EN\">" ]
then
mv $bild nein
else
mv $bild ja
fi
done
echo Fertig
Es sortiert Nichtbilder in den nein-Ordner, die anderen in den ja-Ordner, die es beide am Anfang erstellt. Bei Bedarf anpassen!
Update: Hier die verbesserte Version von Uwe:
#!/bin/bash
curl -O http://www.example.com/bild_[00-99].jpg
mkdir -p nein ja
for bild in *.jpg
do
if [ -s "$bild" ]
then
mv $bild ja/
else
mv $bild nein/
fi
done
echo Fertig
Vielen Dank
Zeitreise
Was wäre wenn..
Tja, was wäre wenn, wenn die heutige Technik bereits um 1977 herum erfunden worden wäre Hier ein paar schöne Werbeplakate aus der “Was Wäre Wenn-Maschine”:
Schade, dass das dann doch nicht so war.. Sehr schade!
GoogleCL
Ich spiele gerade ein bisschen mit dem neuesten Produkt aus dem Hause Google rum: GoogleCL
Hierbei handelt es sich um ein Komandozeilen Interface für diverse Google-Dienste, man kann also Bloggen, Kalendereinträge erstellen, Kontakte pflegen, und Bilder, Dokumente und Videos hochladen.
Das Spannende daran ist die einfache Bedienung, nach der Installation lässt sich mit dem Befehl
mencoder tv:// -ovc lavc -oac mp3lame -endpos 00:10:00 -o out.avi && google youtube post out.avi
zehn Minuten lang die Webcam abgreifen und dann nach YouTube hochschieben. Wann kommt der erste Wurm, der genau das implementiert?
(Bitte den Code nicht zu ernst nehmen, soll nur als Beispiel dienen, besser hier bedienen)
Spannender jedoch finde ich die Frage warum Google auf einmal auf die Komandozeile setzt.
Ich denke nicht, dass das eine bewusste, strategische Entscheidung war, es schaut alles eher so aus, wie ein Freitags (Freizeit)-Projekt… Noch eher aber könnte ich mir vorstellen, dass dieses Tool ein Abfallprodukt aus Chromium OS ist. Das ist nur eine einfache Schnittstelle zu den Google-Diensten, die sich per Script ansprechen lässt. Yeah, wenn noch Buzz, Mail und Talk irgendwie angebunden werden könnten, dann lassen sich mithilfe von Goole automatisiert Dinge tun, welche vorher nur sehr umständlich zu erreichen waren.
“Living the future”, oder doch nur ein weiterer Weg in die Gleichschaltung by Google (without evil)?
Datensterben
Heute Mogen hat sich meine externe Festplatte entschlossen zu sterben. Wunderbar, natürlich immer dann, wann es einem gerade überhaupt nicht in den Kram passt… Wahrscheinlich gibt es wohl auch keinen geeigneten Zeitpunkt für Festplatten kaputt zu gehen. Jeglicher Versuch den FAT32 Superblock mit TestDisk wiederherzustellen schlug fehl, war wohl echt ein physikalischer Fehler.
Die ganze Geschichte bringt mich ins Grübeln, wie wohl Archäologen in ferner Zukunft versuchen werden unsere Gesellschaft und Kultur zu verstehen.
Das verrückte ist ja, dass man die 1982 erfundenen 3.5″ Disketten heute nicht mehr lesen kann, die Diskette ist tot. Und nicht weil die Datenträger kaputt gingen, wer besitzt heute noch ein Diskettenlaufwerk? Und wenn man doch eins hat, sind die Formate darauf veraltet.
Habe gerade einen sehr interessanten Überblick über “Schadensbilder und Schadensmanagement bei audiovisuellen Datenträgern” (pdf) aus dem Stadtarchiv Bamberg gefunden.
Nichts ist für die Ewigkeit…
Andererseits ist mein Gedankengang folgender:
Ich blicke zwar mit einer Träne im Knopfloch zurück auf meine ersten Podcasting-Versuche, jedoch sprachen die damaligen Downloadzahlen die nie über zehn hinausgehen für sich: Will man denn alles für später behalten?
Es wäre zwar ganz schön mal wieder seine alten Gedankengänge nachvollziehen zu können, jedoch sehe ich auch diese alten Datenberge als Belastung an, es ist unglaublich wieviel sich im Laufe der Zeit ansammeln kann
Als Fazit bleibt wohl nur das gelegentliche umkopieren der Daten von “damals™”, und auch das löschen von nutzlosen Ballast.
Ich werde mir wohl bald mal ein NAS mit RAID Funktion holen, damit ich wenigstens dem Plattensterben ein bisschen vorbeugen kann. Mal schauen, was eBay so im Angebot hat, hat jemand einen Tipp für mich?
Auf bald, und nicht vergessen: immer schön Backups machen, rsync is your friend!
Comic Sans, oder “Wie ich lernte eine Schriftart zu hassen”
Man nehme einen beliebigen Mitarbeiter einer beliebigen Firma.
Er tut es.
Alternativ kann man natürlich auch den 12-jährigen Kevin nehmen.
Auch er tut es.
Oder den Lehrer der Erich-Kästner-Realschule aus Kaff Hinterhausen.
Sie alle tun es.
Und das sogar ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Sie hätten die Wahl zwischen unendlich vielen Schriftarten, die wunderschön sind, aber nein, sie entscheiden sich für Comic Sans.
“Och, das sieht ja so lustig aus, da kommen bestimmt viel mehr Leute zur Betriebsfeier.”
Falsch!
Nein Herr Müller, es sieht nicht lustig aus. Der Erfinder dieser Schriftart, erschlagen von einem großen S, das sähe lustig aus:
Comic Sans, die schriftgewordene Gefühlswelt eines schlecht geschminkten, ungebuchten Kindergeburtstagsclowns.
Leider gibt es zu viele Menschen, denen von Geburt an der Sinn für guten Geschmack fehlt.
Sie teilen Herrn Müllers Meinung, erfreuen sich an den hinterhältig schlängelnden Buchstaben, die ja “so lustig sind”.
Umrandet werden besagte Zettel dann mit lustigen Menschen, die sich an den Händen fassen, oder diversen anderen, fast genauso spaßigen, Clip-Arts oder ähnlichem aus gleicher Kategorie.
Sollte ich je in die Lage kommen, ein Erpresserschreiben verfassen zu müssen, ich würde diese Schriftart verwenden. Zeitungsschnipsel verwendet jeder Durchschnittserpresser, aber wenn der Polizeipsychologe einen Erpresserbrief in Comic Sans sieht, dann weiß er Bescheid: “Dieser Erpresser ist das durchgeknallteste Arschloch, das ich je analysieren musste.”
Ich muss an dieser Stelle meine Hasstirade beenden, ein Bekannter kommt gerade rein:
“Du solltest doch für mich dieses Hand-Out entwerfen. Ich hab da ne super Idee! Der Text ist ja etwas trocken geraten, da habe ich überlegt, man könnte das etwas auflockern: du kennst doch da diese Schrift… Comic Sa-”
“HAU BLOSS AB!”
HTML5 vs. Flash
Die ganze Diskussion über Flash und HTML5 in Letzter Zeit finde ich sehr interessant.
Das ganze Apple Umfeld spricht darüber, wichtiger (spezieller) fand ich aber die Medienradiofolge zur Zukunft des Web-Videos mit Philip Banse, Nikolai Longolius und Tim Pritlove. Das ist schon ein bisschen her, jedoch noch halbwegs aktuell.
Bei dem ganzen Getue um Flash und HTML5 fehlt mir ein Aspekt: die Werbung.
Jegliche Diskussion läuft nur darauf hinaus, dass man Videos oder Spiele einbinden, oder realisieren möchte. Das sind zwar keine zu verachtenden Felder, das Geld aber wird mit Werbung geschaufelt.
Jegliche halbwegs schlechte Webseite die nichts von sich hält pflastert sich mit Flashbannern, um einen Epilepsie-fördernden Augenkrebseffekt zu stärken. Jedenfalls fließt dort Geld, und das nicht zu knapp.
Das Status Quo finde ich aber nicht all zu schlecht, man überlege sich, was schlimmer wäre, Werbung aus Flash, so wie jetzt, oder Werbung aus HTML5 mit JavaScript.
Eleganter wäre natürlich die HTML5 Lösung wegen verkürzten Ladezeiten und geringerer Lüftergeräusche. Allerdings gibt es neben dem <video> Tag von HTML5 kein extra <advertisement> Tag.
Das bedeutet eines: Werbung mit HTML5 lässt sich viel schlechter Filtern als Flash. Jeder der versucht einen Adblocker im Gegensatz zu einem Flashblocker zu verwenden merkt, dass das einen riesigen Mehraufwand bedeutet, die Listen aktuell zu halten, es ist einfach ein Stressfaktor mehr.
Flashblocker arbeiten da eher rein mechanisch: “Befindet sich ein Flashelement auf der Webseite? Wenn ja, dann ersetze es durch ein Overlay. Bei klick: Lade das ursprüngliche Flash” Ganz einfach.
Meine Empfehlung: Sagt der Werbeindustrie einfach nichts von HTML5.
Robotic, my love
Ein Roboter der Handtücher falten kann geht seinen Weg durch das Internet..
Direktlink zum Video auf Youtube
Dieses Video finde ich aus zwei Gründen sehr interessant:
Einerseits ist Handtuchfalten eine so simple Aufgabe für den Mensch, funktioniert ohne groß nachzudenken. Offensichtlich ist das in der Robotik nicht der Fall. Wenn eine Maschine mit einer Rechenkraft von der eines modernen Computers erst jetzt in der Lage ist Handtücher selbstständig zu falten, nicht wie bei Fließbandrobotern die die Arbeitsschritte fest eingebaut haben, stehen wir also nach wie vor am Anfang der Entwicklung. Und das im 21. Jahrhundert, nach knapp 100 Jahren Roboter in Wissenschaft, Literatur, Film Funk und Fernsehen (Asimov, Stanisław Lem, Metropolis), der ganzen Bewegung der künstlichen Inteligenz (Roboter-Fußball) und des praktischen Einsatzes von Robotern in der Industrie und dem Militär…
Der zweite Aspekt warum das Video mich so beeindruckt ist Form, wie der Roboter die Bewegungen ausführt. Ruckartig, schnell, abgehackt, mit vielen Pausen. Alles andere als menschlich, obwohl er äußerlich so aussieht, zwei Arme, ein Kopf und so… Sieht wirklich süß aus finde ich, gerade weil sie so künstlich und unbeholfen sind. Schon alleine wie er seine Arme bewegen kann ist mehr als unmenschlich. Ist wohl wieder ein guter Stoff für die Medien, könnten an dem typischen Roboter-Image noch ein bisschen feilen, damit alles noch ein bisschen realistischer wird. Selbst Wall-E hat sich nicht so unbeholfen bewegt wie dieser Roboter.
Das beste an dem Projekt ist sowieso, dass alles Open Source veröffentlicht wurde. Gut so!


